Nageltisch 1916

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Spenden für die Kampfmoral

Während des Ersten Weltkriegs fanden in Österreich-Ungarn ab 1915 ausgehend zahlreicheDie „Kriegsnagelungenen“  des Ersten Weltkrieges breiteten sich ab 1915 von Wien ausstatt. Zwar sollten die an mittelalterlicher Tradition orientierten Aktionen Geld für Witwen und Waisen sammeln, doch insgeheim dienten sie vorwiegend der Stärkung der Kriegsbegeisterung. Form und Ausgestaltung dieses Tisches erinnern an seine Stifter: das bosnisch-herzegowinische Infanterieregiment Nr. 2. Die „Zweier Bosniaken“ richteten ihre Nagelung anlässlich der gemeinsam mit dem Steirischen Infanterieregiment Nr. 27 erfolgten verlustreichen Erstürmung des Monte Meletta-Fior am 7. Juni 1916 aus.

Holz, bemalt, Metallnägel
120 × 70 × 70 cm
GrazMuseum / Foto: Arno Friebes

Kriegsnageltisch

Der Kriegsnageltisch der „Zweier Bosniaken“ gehört zu den fünf bekannten Grazer Kriegsnagelungen. Entstanden ist das Objekt, als das Regiment nach Lebring verlegt und ein Ausbildungslager betrieben wurde. Auftraggeber war das Offizierskorps. Ursprünglich stand auch eine Skulptur auf dem Tisch, die einen herabsteigenden Bosniaken von Monte Meletta zeigte.